SEG Rettungs- und Sanitätsdienst

Die Kräfte der SEG Rettungs- und Sanitätsdienst werden im Rhein-Sieg-Kreis alarmiert, wenn ein Großschadensereignis eingetreten ist und der öffentliche Rettungsdienst dieses Ereignis nicht alleine bewältigen kann.

Der Ortsverein Bad Honnef kann in der SEG Rettungsdienst mit zwei Rettungs- und einem Krankentransportwagen eingesetzt werden. Zudem kann je nach Anforderung oder Bedarf an den Einsatzstellen, eine Gruppe ausgebildetes Rettungsdienstfachpersonal zusätzlich entsendet werden.

Werden z.B. bei einem Wohnhausbrand oder einem Verkehrsunfall mehrere Personen verletzt, so stehen der Feuer- und Rettungsleitstelle folgende Einsatzstichworte zur Verfügung:

MANV l

Bei dieser Alarmierung liegt ein Ereignis vor, welches Grundsätzlich vom regulären Rettungsdienst abzuarbeiten ist.

Es werden zusätzlich die Führungskräfte des Rhein-Sieg-Kreises sowie ggf. weitere Rettungsmittel alarmiert, die die entblößten Rettungswachen nachbesetzten um den Grundschutz für die Dauer des Einsatzes sicherzustellen.

MANV ll

Bei dieser Alarmierung gehen alle Kräfte eines bestimmten Bereiches des Rettungsdienstes in Vollalarm. Die Führungskomponente des Rhein-Sieg Kreises wird alarmiert und alle verfügbaren Reserverettungsmittel besetzt um ggf. auch in den Einsatz zu gehen bzw. den Grundschutz sicherzustellen.

Zusätzlich werden bestimmte Einheiten des Sanitätsdienstes angefordert, um an der Einsatzstelle mit Personal und Material zu unterstützen.

Ggf. werden noch weitere Kräfte zur Betreuung unverletzter Personen und zur Verpflegung der Einsatzkräfte alarmiert.

MANV lll

Bei diesem Stichwort gehen alle Hilfsorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis in den Einsatz, jedoch nur die primär zuständigen Standorte werden direkt zu Einsatzstelle entsandt. Die restlichen Einheiten bleiben vorerst an den Standorten Einsatzbereit in Bereitschaft und je nach Lagebild gezielt in den Einsatz gebracht.

Eine Komplette Führungsstruktur wird aufgebaut, alle Mittel zur Verletztenversorgung sowie die Kräfte zur Betreuung und Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften werden in den Einsatz gebracht.

Überörtliche Hilfe

Auch bei Großschadenslagen außerhalb des Rhein-Sieg-Kreises können und müssen die Kräfte schnelle Hilfe leisten. Hierzu hat das Land NRW in den letzten Jahren entsprechende Runderlasse ausgearbeitet. Diese müssen bei geplanten und spontanen Einsätzen durch die jeweilige Kreisbehörde auf Anforderung entsendet werden.

Die Alarmierung erfolgt durch die Feuer- und Rettungsleitstelle und in der Regel sammeln sich die Verbände vor Abfahrt in die Einsatzgebiete im Rhein-Sieg-Kreis und fahren gemeinsam in fremde Gebietskörperschaften.

BHP-50-NRW

Ist ein Verband von Einsatzkräften und Fahrzeugen, welcher 50 Verletzte Personen über 8 Stunden hinweg autark versorgen kann. Zusätzlich werden für alle Einsatzkräfte Getränke und Verpflegung mitgeführt-

BetreuPlatz-500-NRW

Ist ein Verband von Einsatzkräften und Fahrzeugen, welcher über 24h 500 Betroffene eines Schadensereignissen versorgen, unterbringen und verpflegen kann. Die anfordernde Stadt oder Kreis muss nur die Örtlichkeiten wie z.B. ein Schulzentrum zu Verfügung stellen.

PTZ10-NRW

Ist ein Verband von Rettungsdienstfahrzeugen, welche eigenständig 10 Verletzte eines Schadensereignissen in entferntere oder in den eigene Gebietskörperschaft transportieren kann. Hierzu stehen vier Rettungswagen, vier Krankenwagen und zwei Notärzte sowie ein Einsatzleitfahrzeug zu Verfügung.

Als kleinste Komponente steht die sog. Soforthilfe zu Verfügung. Diese besteht aus drei Rettungsmittel sowie einem Notarzteinsatzfahrzeug und wird in der Regel zur direkten Unterstützungen in die angrenzenden Gebietskörperschaften alarmiert.

Einsätze der SEG-Rettungs- und Sanitätsdienst

Während einer Flugshow in Hangelar wurden mehrere Personen vom Blitz getroffen.
Eine Gaswolke aus einer undichten Rohrleitung ging über einer Schule in Lohmar nieder.