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Das Jugendrotkreuz hat die Aufgabe, junge Menschen mit den humanitären und gesellschaftlichen Zielen des Roten Kreuzes vertraut zu machen. Wichtig ist aber auch, dass Kinder und Jugendliche im JRK die Möglichkeit bekommen, gesellschaftliche Normen und Werte einzuüben.

Das gemeinsame Durchführen von Aktionen und Projekten, das gemeinsame Erreichen von Zielen und gemeinsame Reisen tragen zur Gruppenintegration bei.

Durch die dort gemachten Erfahrungen werden Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung deutlich weitergebracht. Sie lernen aber zum Beispiel auch, frei vor anderen zu sprechen und ihre Meinung sicher zu vertreten. Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass es den Kindern und Jugendlichen auch jede Menge Spaß macht.

Durch Kampagnen und Aktionen im In- und Ausland füllen Jugendrotkreuzler die Rotkreuz-Idee mit Leben. Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität sind die sieben Grundsätze, an denen sie sich orientieren. Jugendrotkreuzler engagieren sich sozial und politisch, setzen sich für Frieden und Völkerverständigung ein und machen sich stark für Gesundheit und Umwelt. Dabei arbeitet das Jugendrotkreuz eng mit Schulen, Bildungseinrichtungen, mit anderen Jugendverbänden und Initiativen zusammen.

Das Aufgabenspektrum des Jugendrotkreuzes ist nach regionalen Gegebenheiten und Personal sehr differenziert. Schwerpunkte sind neben der Jugendverbandsarbeit die Bereiche Schularbeit mit Schulsanitätsdienst und schulischer Streitschlichtung (Mediation) sowie die Notfalldarstellung (das Schminken und Darstellen von Verletzungen zu Übungszwecken, früher RUD [Realistische Unfall Darstellung], aber auch die Gestaltung von Ferienfreizeiten für die eigenen Mitglieder und Interessierte von außerhalb.

Seit Ende der 1990er Jahre entwickelt und führt das DJRK bundesweit verschiedene Kampagenen durch. Diese Kampagnen werden durch Projekte, Aktionen in den einzelnen Gemeinschaften oder bundesweit begleitet. Auch werden Arbeitshilfen entwickelt, welche den einzelnen JRK Gruppen ermöglichen Kampagnenthemen zu bearbeiten.

"Youth must act"

Dies war die erste bundesweit koordinierte Kampagne des DJRK und fand in den Jahren 1998 bis etwa 2000 statt. Thema waren die Situation von Kindersoldaten sowie die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts.So wurde beispielsweise darauf aufmerksam gemacht, das etwa 90 Prozent aller kriegsbedingten Toten in Afrika Frauen und Kinder sind, sowie die Lebenssituationen von Kindern im Kriegsalltag beleuchtet.

"Bleib' COOL ohne Gewalt!"

Diese Kampagne der Jahre 2001 bis 2003 beschäftigte sich mit dem Thema Gewalt unter Kindern und Jugendlichen bzw. in deren Lebensumfeld in Deutschland. Ebenfalls wurden Themen Rechtsextremismus, sexuelle Gewalt u.ä. als Teil der Kampagne behandelt. Dabei standen Gewalterfahrungen in der Umgebung der Kinder und Jugendlichen wie zum Beispiel Schule, Familie, Freizeit im Vordergrund.

"ARMUT: SCHAU NICHT WEG!"

Kampagne der Jahre 2004 - 2007 Im Rahmen dieser Kampagne thematisierte das Deutsche Jugendrotkreuz Kinder- und Jugendarmut in Deutschland. Neben der Umsetzung in Gruppenstunden und über andere Einzelprojekte wurde unter anderem ein bundesweites Positionspapier verabschiedet.

"Deine Stärken. Deine Zukunft. Ohne Druck."

Erstmals gibt es seit 2007 eine internationale JRK Kampagne. Die Jugendrotkreuzler aus den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg werden in den nächsten Jahren ihr Augenmerk speziell auf die vielfältigen Erwartungen, Unsicherheiten und Zukunftsängste richten, die Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft unter Druck setzen.