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Montag, 22. Mai 17 um 20:36 |

Vom Rettungswagen zur Verpflegungsausgabe – DRK nimmt „neues“ Fahrzeug in Betrieb

Blick in den Versorgungsschrank "Kaffee und Tee"

Bereits seit einigen Jahren werden Lösungen für die hygienische Ausgabe von Speisen durch die Führung der Katastrophenschutzhelfer gesucht. Bisher waren die Lösungen mit mobilen Hygienewagen, Materialkisten und Edelstahlabdeckungen mit einem hohen Personal- und Materialaufwand verbunden. Die Kisten mussten im Einsatzfalle auf Fahrzeuge verladen und zur Einsatzstelle gebracht werden. Dort wurde das Material mit mehreren Helfern und in Zelten zu einer Speisenausgabe ausgebaut. Vor allem in den Nachtstunden verursachten die teilweise schlechten Lichtverhältnisse für zusätzliche Verzögerungen.

Beginn der Bauplanungen, die ersten Zeichnungen
Erste 3D Bilder des neuen Fahrzeuges
Wenn neues rein soll, muss das "alte" raus

Mit der Neustrukturierung des Rettungsdienstes im Siebengebirge und der freiwerdenden Einsatzfahrzeuge kam zügig die Idee, den Bau einer mobilen Verpflegungsausgabe zu realisieren. Als Basisfahrzeug sollte hierzu der „alte“ ortsvereinseigene Niederflur-Rettungswagen dienen. So begannen die Planungen im letzten Jahr. Schnell wurde durch die Verantwortlichen erkannt, dass der Umbau durch eine Fachfirma erfolgen sollte, damit alle Vorgaben bestmöglich umgesetzt werden konnten. Die Wahl fiel auf die Firma Miesen in Bonn, welche das Fahrzeug im Jahr 2010 ebenfalls zu einem Rettungswagen umgebaut hatte. In vielen Projektenstunden wurde der „GW Versorgung“ geplant und mit den Bauzeichner der Firma zu Papier gebracht. Nach rund fünfwöchiger Umbauphase wurde das Fahrzeug Mitte Mai durch den Ausbauhersteller übergeben.

Hygienebereich und Lager der Einwegartikel
Blick in den Heckbereich, Zuckerlager für den kleinen Hunger
Becher, Würstchenkocher, GN Behälter alles was für die Ausgabe benötigt wird

Zukünftig steht somit nun eine mobile und allzeit einsatzbereite Verpflegungsstelle für den Katastrophenschutz und größere Sanitätswachdienste zu Verfügung. Süßigkeiten für den ersten Hunger, Kaffee, Tee und Bockwürste werden ebenso ständig mitgeführt, wie Einweggeschirr, Thermobecher und Bierzeltgarnituren. Durch die erweiterte Bordelektronik kann somit jederzeit in Großmaschinen Kaffee gekocht und Würstchen erwärmt werden. Durch die nachträglich angebaute Anhängerkupplung wird der ortsvereinseigene Kühlanhänger mit rund 500 Liter gekühlten Getränken mitgeführt. Somit können die Helfer ohne Vorbereitungen bei Alarmen direkt die Einsatzstelle anfahren und mit der Versorgung der Menschen beginnen. Die Speisen werden weiterhin in der neuen Einsatzküche des Ortsvereins im DRK Zentrum zubereitet und zur Einsatzstelle gebracht.

Material für die Ausgabe und den täglichen Dienst
Kleine Zusatzbeleuchtung, Frischwasser und Sitzgelegenheiten
Früher Sauerstofflager, heute durchreiche für Thermoporte

Im Nachgang wird das Fahrzeug jetzt noch durch weitere Fachfirmen mit eine Markise über den Seiteneinstieg sowie eine Dachplane über dem Heckbereich ausgestattet. So ist auch bei schlechten Witterungsbedingungen sichergestellt, dass Helfer und Verpflegung nicht im Regen stehen.

Das letzte Projekt des Verpflegungskonzeptes Bad Honnef startet nun mit der Auslieferung der mobilen Ausgabe. Eine Anhängerlösung für Zelte, Licht, Sitzmöglichkeiten und Stromversorgung soll nun gebaut werden. So das zukünftig zwei Fahrzeuge und Anhänger eine Ausgabe- und Aufenthaltsmöglichkeit für rund 100 Personen ermöglichen können. Bereits im Herbst dieses Jahres soll das Konzept komplett umgesetzt und einsatzbereit sein.

Letzten Handgriffe vor der Auslieferung
Erster "Einsatz" - Ausgabe der Verpflegung am Bereitschaftstag